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ETIKA

RUSSLAND

www.etika.com
6.6.2002

5R0

Aktuell

 

Weltnachrichten

Rußland ist nicht der KGB, die Rote Armee, die Mafia. Das alles ist nicht typisch russisch. Die russische Seele findet ihr im tiefen Glauben der Russen, in der orthodoxen Kirche, in den Klöstern und Ikonen, bei Tatjana Goritschewa, bei Solowjew, Tolstoj, Ljesskow, Dostojewskij usw. Entdeckt Rußland, sucht in den Suchmaschinen nach diesen Autoren.
http://www.pravoslavie.ru/english/
http://personal.primorye.ru/monastery - http://www.russianarchives.com/
Russische Kultur. Link: http://www.ruhr-uni-bochum.de/lirsk/sphaerenn/index.htm

Wer Rußlands Armen, Kindern, Kranken helfen will, spende an:
Aktion Tatjana Goritschewa
VR-Bank Ludwigshafen, Konto Nr. 180 78 03 , BLZ 545 603 20

Antifascisti in Urss, marcia per l´inferno. La storia di Ugo Citterio, volontario contro Franco e liquidato da Stalin. Dagli archivi di Mosca, le vicende dei comunisti italiani uccisi nei gulag come “trotzkisti”, (Corriere della Sera, Milano, 5.6.2002, Terza Pagina).
Vergleiche Karl I. Albrecht: Der verratene Sozialismus (vermutlich irgendwo unter etika.com deutsch 4, Nationalsozialismus 49NS)

Le spie del Kgb e l´inchiesta della Commissione Mitrokhin. Opinioni, risponde Paolo Mieli. (Corriere della Sera, 5..6.2002, p. 37)

Rußland durch westliche Einflüsse vergiftet
(Tatjana Goritschewa)

Tatjana Gorítschewa, geboren 1947 in Leningrad, ehemalige Philosophiedozentin, reist heute als freie Publizistin durch Europa, um auf die materielle Not und die geistliche Tiefe der Menschen in ihrer russischen Heimat aufmerksam zu machen. Nachstehend ein Auszug aus einer Zeitschrift (ohne Datum), die uns ihr Sekretariat zusandte. Darin wird über ihren Vortrag im Wallfahrtsort Schönstatt berichtet:

Sie berichtete, wie sich Rußland seit der Perestroika verändert hat, wie es durch westliche Einflüsse „vergiftet“ wurde und wie in der russischen Volksseele eine ungebrochene Sehnsucht nach dem Heiligen lebendig ist. Äußerlich habe die Perestroika den Kirchen zwar eine gewisse Erleichterung gebracht, ja, es sei sogar Mode geworden, in die Kirche zu gehen. Allerdings dürfe man sich nicht täuschen lassen.

Ø     Die scheinbar fromm gewordene Politprominenz heuchele nur und sei die alte geblieben.

Ø     Die Korruption und Ausbeutung gehe weiter.

Ø     Für ein Kopfgeld von 200 bis 30.000 US-$ würden die Besten umgebracht.

Ø     Schwangere Frauen würden gegen eine lächerliche Bezahlung bis zum 5. Monat zur Abtreibung gedrängt, damit sie ihre Kinder für angebliche Forschungszwecke der Wissenschaft freigeben. Tatsächlich verberge sich dahinter ein Föten-Handel zur Herstellung von Salben und Hautcremes.

Eine Mittelschicht gebe es nicht, die Leute im Land seien entweder ganz arm oder sehr reich. Es sei ein Leben zwischen Himmel und Hölle.

Ø     Die Öffnung der Grenzen habe dem Land überwiegend negative Einflüsse beschert. Das Fernsehen sorgte für eine Revolution. Völlig unvorbereitet sei das ahnungslose und unschuldige Volk mit überfordernder Werbung, mit schonungslosem Sex und bestialischer Gewalt konfrontiert worden.

 

Zeugen Jehovas, Scientology und zahlreiche andere Sekten hielten Einzug. Neuerdings mache sich auch eine starke satanistische Bewegung breit, die für mysteriöse Morde sorgt und immer wieder Mönche vom Erdboden verschwinden lässt.

 

Es sei ein Skandal, wie viele Menschen durch grob fahrlässig abgelagerten Atommüll tatsächlich vergiftet worden seien, radioaktivem Material, das gegen Devisen vom Westen importiert worden ist.

 

Es sei tragisch, wie viele Menschen ihr Leid durch Drogen und "unsauberen" technischen Alkohol vergessen wollen. In der Folge dieses Alkoholkonsums erblinden viele, sterben sehr früh und lassen oft Kinder zurück, die in einem der vielen Waisenhäuser vereinsamen.

 

Gegen diese für die Zuhörer unerwartet starken und berührenden Negativbotschaften hob Frau Goritschewa immer wieder die sprachlos machende Leidensfähigkeit des russischen Volkes hervor, die ihre Kraft nahezu ausschließlich aus religiösen Quellen schöpft. Das arme Russland sei sehr ehrfürchtig und geduldig.

 

Der größte Schatz des Landes seien die Klöster und die geistlichen Väter und Mütter, die sogenannten Starzen oder Starizas. In der Regel lebten diese in der Einsamkeit und Stille wie "lebendige Ikonen" der Gegenwart Gottes. Wer mit ihnen in Berührung komme, erhalte mit wenigen Worten und durchdringenden Blicken den Impuls, das Leben zu ändern. Sie seien eine Verbindung zwischen Zärtlichkeit und Strenge, sich verschenkender Liebe "wie ein Ofen im Winter" und einer Schönheit, die durch das Kreuz eine absolute Schönheit geworden ist.

 

Neben der Begegnung mit den Starzen habe vor allem die Feier der Liturgie eine verändernde Kraft. Die Kirchen seien gefüllt. Sehr viele Intellektuelle und die geistige Elite sei darunter. In sehr leibbetonter Weise wird die Liebe zu Gott gepflegt: Knien, Bekreuzigen, Weihwasser nehmen, Salben mit dem Öl der Freude, das immerwährende Gebet mit der Perlenschnur, die durch die Finger gleitet.

 

Maria, die Mutter Gottes, werde in allen Häusern in über 1000 Typen verehrt und in allen Klöstern liebevoll als "Äbtissin" anerkannt.

 

Putin: Terroristen wie Nazis. „Zerquetscht das Scheusal“. Mehr als 30 Tote bei Anschlag in Dagestan / Während der Parade zum Tag des Sieges. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.5.2002)

Sowjetische Spione von 1922 bis 1937 sind auf einer neuen Briefmarkenserie verewigt: A. Artuzov, N. Demidenko, Ya. Olsky, S. Puzitsky, V. Styrne, G. Syroyezhkin. (D 9.5.2002) Es wäre an der Zeit, daß Rußland sich aus dem Schatten der Sowjetunion und des Marxismus-Leninismus löst. Russen, findet zur russischen Seele zurück!

Wir trauern um Alexander Lebed, die Hoffnung Rußlands. † 28.4.2002
Merkwürdig, daß ausgerechnet dieser friedliebende Ex-General bei einem Hubschrauberunglück ums Leben kommt.
Lebed starb zusammen mit sechs weiteren der 20 Insassen einer Mi-8 bei Abakan in Sibirien. (D 29.4.2002)   Er war für ein Ende des Krieges gegen die Tschetschenen und ein gerechter Mann, wurde aber von den Mächtigen kaltgestellt, worauf er Gouverneur von Krasnojarsk wurde. (Ende 4/2002)

Russen “säubern” Tschetschenien. Seit Afghanistan ist gegen „Terroristen“ jedes Mittel recht. Die 20-jährige Milana Betilgerijewa wurde am 7.11.2001 von maskierten Männern aus ihrem Haus im Dorf Serschen-Jurt verschleppt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat weitere 86 solche Fälle gesammelt. „Rußland versäumt es, das Verschwindenlassen von Menschen durch seine Streitkräfte zu verhindern.“ www.hrw.org (D 19.4.2002 dpa) Pfui Teufel! Das ist ja wie bei der Roten Armee! Wo ist Milana, Herr Putin? Schluß mit dem russischen Terrorismus in Tschetschenien! Kriegsverbrecherprozesse drohen allen, nicht nur den Amerikanern.

CIA-Dokumente über den Kommunismus von 1947 bis 1991 freigegeben: http://www.foia.ucia.gov  (10.3.2002)

„Mosca, le bombe dei Servizi“. Berezovskij: “Ecco le prove, l´Fsb dietro le stragi del ´999”. Quel video di TV6 che accusa il Cremlino. La televisione chiusa da Putin aveva indagato sulle stragi. “Chi tocca questa storia muore: è già accaduto”. (la Repubblica, Roma, 29.1.2002, p. 14 e 15)

Tschetschenen von Russen vergewaltigt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtete am 19.7.2001 unter www.gfbv.it/2c-stampa/01-2/010719de.html , daß tschetschenische Zivilisten von russsischen Truppen durch Misshandlung und Erniedrigung zu Verzweiflungstaten provoziert wurden. 45 Zivilisten aus dem Dorf Sernowodsk hätten nach schwerer sexueller Misshandlung Anfang Juli erklärt, sie wollte nicht mehr weiterleben. 68 Einwohner waren am 3. Juli mit ihren Frauen auf einem Feld zusammengetrieben worden. Dort hätten zum Teil maskierte Soldaten damit begonnen, die Frauen zu vergewaltigen. Andere hätten den Männern zugerufen: „Ihr seid doch Männer, verteidigt eure Frauen, wenn ihr wirklich Kaukasier seid!“ All diejenigen, die dies daraufhin verzweifelt versucht hätten, seien festgehalten, mit Handschellen an gepanzerte Fahrzeuge gekettet und vergewaltigt worden. Aals ein russischer Soldat die Tschetschenen mit den Worten „Aber das sind doch auch Menschen!“ verteidigen wollte, sei auch er vergewaltigt und wie die anderen Opfer mit Tiernamen beschimpft worden. Schon bisher wurden gefangene Tschetschenen in Filtrationslagern und Erdgruben vergewaltigt. (Quelle: Gesellschaft für bedrohte Völker, www.gfbv.it/3dossier/cecenia/010613cecenia.html ) Wir erinnern an die Vergewaltigung deutscher Frauen durch die Rote Armee bei und nach Kriegsende. Bis heute ungesühnt, wird aber beim Jüngsten Gericht nachgeholt! Was die Verbrechen an den Tschetschenen betrifft, so fordern wir Präsident Putin auf, die schuldigen Soldaten vor ein Kriegsgericht zu stellen. Die angemessene Strafe wäre die Todesstrafe, solange das ETIKA-Projekt der dauernden Isolierung von Sexualverbrechern nicht realisiert ist.

Putin, le bugie sul Kgb. Il vero lavoro nei servizi: la caccia ai dissidenti. (La Repubblica, Roma, Inchiesta “I Segreti di Putin”, 11..7.2001, p. 12/13) Putin e i padroni di San Pietroburgo. Così Mafia e Kgb governavano la città. Berezovskij: “Volodja cadrà entro l´anno”. (12.7.2001, p. 14/15) Il sacco di San Pietroburgo. Putin e lo scandalo del baratto alimentare. Inverno ´92, la città ha esaurito le scorte di cibo. Si svendono le risorse naturali. (13.7.2001)

I Rothschild e la Russia, il grande baratto. Ai banchieri torna l´archivio di famiglia finito al Cremlino. In cambio delle lettere erotiche di uno zar (Alessandro II., 28 marzo 1880, alla amante Catherine Dolgoruky). Ffotos di Meyer Amschel, lo Zar Alessandro II, Boris Eltsin, Amschel Rothschild. Resta un dubbio: perché Stalin non usò quei documenti?. – Rivelazione degli Usa: Eisenhowe disse: “Atomiche sull´Urss anche dall´Italia” (Corriere della Sera, Milano, 20.5.2001, p. 13 Esteri)

Borodin frei. Der ehemalige Kreml-Finanzchef Pawel Borodin will nach seiner Entlassung aus der Haft in der Schweiz gegen eine Milliardenkaution sofort nach Moskau zurück. (D 13.4.2001) Wer die Wut und die geballte Faust Borodins nach seiner Freilassung gesehen hat, ahnt das anstehende Köpferollen.

31 Millionen Russen leben in völliger Armut. (D 21.2.2001)

Russische Atomwaffen in Ostpreußen. Besorgnis löste in den USA und in Polen (natürlich nicht in Berlin, zumal der oberste Boss mit vierter Gemahlin – oder haben wir nicht richtig gezählt? - einen anheimelnden Weihnachtsurlaub mit der Familie Putin verbringt) die von der „Washington Times“ veröffentlichte Geheimdienstnachricht aus, dass Rußland in seinem westlichsten Zipfel, dem früheren deutschen Ostpreußen mit seiner Hauptstadt Königsberg (Kaliningrad) Nuklearwaffen stationiert. (D 4.1.2001, S. 1) Wir erinnern an die Prophezeiungen unter Apokalypse ETIKA 9, sind aber nicht sonderlich besorgt. Was geschehen soll, wird geschehen. Die göttliche Vorsehung ist gütig mit jenen, die dem Herrn treu sind.

Putin – der Einiger. Sowjetische Hymne. Seit Beginn des Jahres gilt in Rußland wieder die sowjetische Nationalhymne (eigentlich ein Widerspruch, da der internationale Kommunismus ja die Nationalstaaten abschaffen wollte), die zur Zeit Stalins eingeführt wurde. Gleichzeitig bekommt die Nachfolgerin der Roten Armee wieder das blutrote Siegesbanner aus dem Zweiten Weltkrieg, nur ohne Hammer und Sichel und (den noch berüchtigteren) fünfzackigen Stern. Um die Gegenseite nicht zu beunruhigen, sondern ebenfalls hinter sich zu scharen, machte der starke Mann in Moskau den zaristischen Doppeladler zum Staatswappen des neuen Rußlands. (D 27.11.2000)

Please excuse me for any inconvenience caused by this message.  As you know, Russia is now in a deep financial and economic crisis. For some months now, nobody has been paid any salary. Our parents, invalids and War Heroes are forced to sell their own blood to buy enough food to keep alive. We are permanently hungry and sick, because of this terrible situation. In the summer-time we ate fresh vegerables grown in our garden. But now our garden is empty since it is covered by the snow. The only food we can eat is cakes cooked from acorns we have collected in the forest during the summer. But this food is not enough for our organisms and we are very afraid to be dead soon because of exhaustion. Therefore, we, due to a service opportunity of public access in the Internet and hopeless situation have decided apply to you with request to help our family. If you could donate something that we can eat, as well as old clothes and shoes from your grand and greatparents which you do not use anymore, we would be very happy if you could send it to our home  address is:  Valentin Mikhaylin, Ryleeva Street, 6-45, Kaluga. 248030, Russia. If you think it is better to help with money, please let us know and we will  give you details on the best way of sending it safely.  It is a very good way to help, because of the crisis now prices in Russia are much lower than in the West. We wish You a Merry Christmas and a Happy New 2001 Year. We pray the Lord keeps his hand on You. God Bless You, Valentin and my family. Kaluga. Russia. December 1, 2000.

Nachdem Taucher die Geheimcodes des gesunkenen Atom-U-Boots „Kursk“ in der Barentssee gefunden hatten, wurden die Bergungsaktionen eingestellt. Nur 12 der 118 Mann Besatzung wurden geborgen, allen Versprechungen zum Trotz. (D 10.11.2000) Eben, die Geheimcodes waren das wichtigste.

Die Guten schließen sich zusammen. Mehr als vier Monate war ich diesmal in Rußland. In diesem Land erlebt man jeden Tag die Augenblicke der Höhe und der Tiefe. Alles ist unbegreiflich, alles ist in Bewegung. Ich besuchte viele Kinderheime. Opfervolle, liebende, kluge Erzieher (-innen) arbeiten dort. Ohne Liebe geht es überhaupt nicht: die Kinder laufen weg, sie ziehen es vor, im Dreck der Straße zu leben. Die guten Menschen (fast alle Christen) finden einander, sie bilden Kreise, Gruppe, Organisationen, leben zusammen. Alles wird geteilt, die Armen helfen den Ärmsten. Endlich ist die Solidarität da. Man wartet nicht mehr auf die Hilfe des Staates (der Partei). Der große Schock der ersten Monate der Perestrojka ist überwunden, man fängt endlich an zu denken und zu arbeiten. Im Juli brachte man nach St. Petersburg die Gebeine des hl. Panteleimon. 14 Stunden lang (bei Hitze) mußte man in der Schlange stehen, um die Gebeine zu küssen. Alle Schichten der Bevölkerung waren da. Sogar kommunisten. Einer hat gesagt: Ich bin gekommen, weil ich hoffe, daß in der Nähe der heiligen Reliquien auch in meinem Leben etwas Gutes geschehen wird. Viele Menschen warten auf unsere Hilfe! Tatjana Goritschewa, Ludwigshafen, 26.10.2000 (Wer spenden will, schreibe an Sekretariat Tatjana Goritschewa, Sieglinde Fiedler, Königsberger Str. 11, D-67071 Ludwigshafen)

In Rußland hat der Kampf zwischen Gott und Teufel wirklich apokalyptische Ausmaße erreicht. Es scheint, die Russen haben sich daran gewöhnt, im Klima der Katastrophen zu leben. Aber es ist nicht so. vor allem waren wir durch den Fall "Kursk'" erschüttert. Das ganze Land beobachtete im Fernsehen die Geschehnisse in Barenzevsee. Viele Menschen waren empört und verzweifelt, weil alle Massenmedien ununterbochen gelogen haben. Alles erinnerte an Tschernobyl. Die Kriegsmarine war (wie man bis heute meinte) die einzige Insel der russischen Würde, die durch Perestrojka noch nicht zerstört war. Die Elite der Armee wurde sie genannt. Und plötzlich erfahren wir, daß diese Insel nicht existiert. Es war die russische "Titanic". Man hat erfahren, wie schutzlos man ist. Es bleibt nur zu beten. Die Verzweiflung ist schon überwunden. Rußland betet. Eine große Freude meines Lebens waren die Reisen in die vor kurzem geöffneten Klöster. Viele junge Mönche und Nonnen schienen mir geistig so reif zu sein. Sie waren sehr ernsthaft, tief. Und zugleich frei und leidend. Überall fand ich liturgische Bücher, die mit unseren (Ihren) Spenden gedruckt waren. Man betet für uns in Rußland. Tatjana Goritschewa, St. Petersburg, 26.9.2000 (Wer spenden will, schreibe an Sekretariat Tatjana Goritschewa, Sieglinde Fiedler, Königsberger Str. 11, D-67071 Ludwigshafen)

Mit Polygamie will Wladimir Schirinowski den Bevölkerungsrückgang stoppen. (D 25.10.2000, S. 3) Ein Narr! Ab damit auf eine Narreninsel!

Rußland ist im Augenblick eine kriminalisierte Gesellschaft und ein krimineller Staat." (Professor Yakov Gilinskiy von der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, D 13.10.2000)

Zar Nikolaus II. und seine Familie, Kaiserin Alexandra, Thronfolger Alexej und die Großfürstinnen Olga, Tatjana, Maria und Anastassija sowie über 1000 weitere Opfer des Kommunismus wurden von der russisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen. (21.8.2000)

Neuer Kapitalismus: Alles ist erlaubt. So berichtete die Presse vom Herrensalon Maxymitsch im Zentrum Moskaus, daß die Kunden dort von nackten Friseusen bedient werden. (20.7.2000)

Putin: Vi difendo dall´Islam. La mia Russia, un baluardo contro l´integralismo. I soldati di Mosca sono al fronte, lottano contri i piani fascisti del terrorismo". (la Repubblica, Roma, 7.7.2000, p.12 e 13) Anmerkung: Seine Begründung für den Krieg gegen die moslemischen Tschetschenen.

90 Prozent der Bevölkerung der Ölförderregion Komi waren zwischen 1995 und 1997 krank: Krebs, Lungen- und Bluterkrankungen, Schäden am Immun- und Nervensystem. Die Taiga ist verseucht, das Wasser, die Fische. (D 21.6.2000 dpa)

Man stelle sich vor, Schröder oder Schüssel oder Amato oder Aznar oder Clinton würden den Vizepräsidenten des Jüdischen Weltkongresses ins Gefängnis werfen! Dieses ist in Rußland geschehen. Man muß den Vergleich ziehen, um die Bedeutung ermessen zu können. Was geht hinter den Kulissen in Moskau vor? Während Präsident Wladimir Putin, von 1985 bis 1999 KGB-Agent in der DDR, Westeuropa besuchte, wurde der einflußreiche Chef des oppositionellen Medienkonzerns Media-Most, Wladimir Gussinski, unter dem Verdacht des Diebstahls und Betrugs festgenommen. Hintergrund laut dpa-Korrespondentin Dorothea Hülsmeier, abgedruckt in den "Dolomiten" vom 15.6.2000): Kreml-Stabschef Alexander Woloschin hat angeblich gute Beziehungen zu dem wie Gussinski ebenfalls jüdischen Finanzmagnaten Boris Beresowski (vergleiche folgende Meldung). Der russische Oberrabiner Adolf Schajewitsch (dem Gussinski-Lager nahestehend) sprach von einem "Kampf zwischen verschiedenen Finanzgruppen im Land". Der US-Bürger Berl Lazar (dem Beresowski-Lager nahestehend, er soll "den Segen des Kremls" haben) wurde von einer Versammlung jüdischer Gemeinden zum Gegenoberrabbiner ausgerufen. Der Jüdische Weltkongreß protestierte natürlich gegen die Festnahme seines Vizepräsidenten Gussinski. Den Sturz Putins forderte er - im Gegensatz zum Fall Österreich - nicht. (15.6.2000 und folgende Tage) Über welche gewaltige Macht muß da Putin verfügen! Ein Kampf der Giganten.

Boris Beresowskij, Großunternehmer und Duma-Abgeordneter, geht in Opposition zu Putin. Beresowskijs Attacke richtet sich gegen Putins Gesetzesprojekte, mit denen er die vom Volk gewählten Gouverneure entmachten will. Putins Pläne zerstörten die Gewaltenteilung und führten zu einer Wiederbelebung des sowjetischen Systems, sagte Beresowskij. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.6.2000, S. 1)

Michail Kasjanow, dem (künftigen) Premier, werfen Kritiker enge Beziehungen zu den Oligarchen Boris Beresowski und Roman Abramowitsch vor. (D 28.3.2000) Als Oligarchie wird die Herrschaft einer kleinen Gruppe bezeichnet.

Putin verspricht der Bevölkerung Disziplin und Stabilität. Koalition mit Kommunisten? (D 28.3.2000)

Dreimal küßte Patriarch Alexij II. an Weihnachten den "strenggläubigen orthodoxen Christen" Putin, Mitglied der Gemeinde der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Moskau. (D 28.3.2000 Aldo Parmeggiani)

Expertenwarnung: Rußland baut die Pocken-Bombe. Angst vor Putins Rüstung. (Die Welt, 9.5.2000)

Die Mafia kontrolliert 500.000 Firmen in Rußland. Dies teilte Wladimir Makarow mit, Leiter des Amtes zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. (14.2.2000)
Alles rächt sich:

1.    Tschetschenien, Brutstätte der organisierten Kriminalität, die vor allem in Rußland Kapitalverbrechen verübte und für Hunderte, ja Tausende von Entführten Erpressungsgelder verlangte.

2.    Tschetschenien: von den Russen unter dem Demokraten Jelzin und Nachfolger gnadenlos zusammengebombt, Zerstörung der Lebensgrundlagen, leidende Mütter mit Kindern, Not an allen Enden. Sogar die Haustiere werden vor Hunger gegessen. Apokalypse Tschetschenien 1999/2000.

3.    Aber auch den Russen wird für jeden Einzelfall Unrecht die Rechnung präsentiert werden - nicht anders wie den Amerikanern, Engländern, Franzosen, Holländern, Deutschen, Japanern, Chinesen, Spaniern, Portugiesen usw.

Weltweit Hochspannung nach dem Rücktritt Jelzins. Nachfolger Putin erklärt mit Erlaß Straffreiheit für den alkoholkranken Präsidenten Boris Jelzin, der auf Kosten des darbenden Volkes krumme Geschäfte gemacht hat, aber zum Nutzen der Amerikaner für Stabilität im Riesenreich gesorgt hat. (1.1.2000)

Corriere della Sera: Safra e la Russia, lo spettro del crac
Hexenkessel Balkan (große etika.com-Analyse)

November 1983, Mosca pronta all´Apocalisse atomica per "anticipare Reagan". (Corriere della Sera, Milano, 31.10.1999)
Siberia, la miniera che macinava ossa.
A Norilsk, peninsola di Taimyr, morirono 17 mila lavoratori forzati. (Corriere della Sera, Milano, 31.10.1999)
Parla Skuratov sullo scandalo della Bank of New York: "Sapevo che i soldi finivano in America" (La Repubblica, Roma, 8.10.1999)
Russiagate,
ecco le prove. Inchiesta della corte dei conti russa smentisce l´Fmi. (la Repubblica, Roma, 5.10.1999) I soldi del Fmi finirono in 27 banche private. (La Stampa, Torino, 5.10.1999)

"Ich wurde hinausgeworfen, weil ich nicht käuflich war." Sergej Stepaschin, von Jelzin entlassener russischer Ministerpräsident. (Komsomolskaja Prawda 13.8.1999)

Zwei russische TU-95 Bear Langstreckenbomber wurden am 25.6.1999 bei einem Manöver über Island von US-Flugzeugen abgefangen. ("Washington Post", 1.7.1999) Die Reaktionen waren köstlich.
Die Duma hat Nato-Generalsekretär Javier Solana als Kriegsverbrecher verurteilt.
Er wurde als verantwortlich für die Nato-Aggression gegen Jugoslawien erklärt. (Zeitungen 18.6.1999) Interessante Entwicklung, wenn man den Fall Pinochet betrachtet.

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Boris Jelzin in der Duma ist gescheitert . Die sogenannte "ultrarechte" Fraktion des Abgeordneten stimmte für Jelzin. Einer der Abgeordneten erklärte, es seien ihm Beträge zwischen 15.000 und 30.000 US-Dollar für seine Stimme gegen die Amtsenthebung geboten worden. Kommentar: Wer immer noch glaubt, daß Rußland nicht von den Einweltlern gelenkt wird, der irrt gewaltig. So ist der 3. Weltkrieg dazu ausersehen, in Europa mit Gewalt den Einwelt-Block zu schmieden. Aber der Mensch denkt, Gott aber lenkt! (PI v. 15.5.1999)

St. Petersburger Vokalensemble "Voskresenije" würdiger Botschafter des großen Rußland und des wahren Europa. Auf einer Südtirol-Tournee (zuletzt am 4.6.1999 in der Kirche von Vill bei Neumarkt) begeisterten diese vier Sängerinnen und fünf Sänger der "russischen Seele" das Publikum. Alle verfügen über konzertreif ausgebildete Solistenstimmen. Sie vermitteln das wirkliche, das geistige Europa mit seiner jahrtausendealten christlichen Tradition, die so völlig verschieden ist vom multikulturellen, dekadenten und destruktiven Pop- und Rock-Einerlei der Briten und Amerikaner. Damit diese Schätze nicht verloren gehen, hier eine Auswahl aus dem Programm: Geistliche Gesänge: Gesegnet der Mann (Ivanov), Singt dem Herrn ein neues Lied (D. Bortniansky), Heilige Maria erhöre unser Gebet (A. Aseev), Lobe den Namen des Herrn (M. Smirnov), Gott, höre mein Gebet, und: Dir singen wir (bei de von A. Archangelskij), In Deinem Reich (D. Christov), Gott ist mit uns (P. Tschesnokov). Volkslieder: Im dunklen Wald, Das Nächtchen, Ein Tanzlied, Steppe, Steppe überall, Die schwarzen Augen, Das einsame Glöcklein. Als Zugabe machte "Voskresenije" den Zuhörern Freude mit dem fast nirgends mehr zu hörenden deutschen Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore". Dirigent Jurij Maruk studierte am Konservatorium in Novosibirsk und war früher Leiter des Kammerchors am Marjinskij-Theater in St. Petersburg.

Tatjana Goritschewa: Russen beten für Ende des Krieges.: Der schreckliche Krieg hat angefangen. Ich war froh (obwohl ich sehr viel gelitten habe), daß unsere Christen in St. Petersburg ohne Unruhe und Haß jeden Tag für die Beendigung des Krieges gebetet haben. Und auch immer beten werden.
Die einfachen Menschen sind unschuldig, nur die Herrscher brauchen den Krieg. Der katholische Bischof von Banja Luka hat mich wieder angerufen. Zusammen mit dem Patriarch Pavle laden sie mich ein, in Jugoslawien zu sprechen. Das mache ich so gerne! (Brief aus St. Petersburg, 10.4.1999)
"Jelzin veruntreute IWF-Gelder". Die Schweizer Generalstaatsanwältin Carla del Ponte ging in Moskau Hinweisen nach, wonach das Schweizer Bauunternehmen Mabetex Bestechungsgelder an Staatsbeamte gezahlt haben soll. Der inzwischen (merkwürdig, gerade jetzt!) über einen Sexskandal gestolperte russische Generalstaatsanwalt Juri Skuratow hatte angedeutet, daß die Ermittlungen auch engste Mitarbeiter Jelzins betreffen. Zur gleichen Zeit behauptete der kommunistische Abgeordnete Viktor Iljuschin laut einem von den Agenturen AFP und APA verbreiteten Bericht, Jelzin und seine Familie hätten "knapp die Hälfte eines Kredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) im vergangenen August auf ein australisches Privatkonto überwiesen". Weiter heißt es: "Zehn Prozent der umgerechnet 4,116 Milliarden DM (2,1 Milliarden Euro) seien später in eine Privatfirma investiert worden, die teilweise von Jelzins Tochter Tatjana diaschenko kontrolliert werde." (24.3.1999)

Die Nato bombardiert Serbien. Die Amerikaner provozieren Rußland aufs äußerste, wollen testen, ob es noch ein ernstzunehmender Rivale im Kampf um die Weltherrschaft ist. Der Westen setzt alles auf eine Karte - vielleicht tut es der Osten auch. Die Warnungen der Apostel der letzten Zeiten (seit November 1998) sind ungehört verhallt. Komme, was kommen muß. Moskau hat damit gedroht, den Serben Waffen zu liefern, liefert sie vielleicht schon, wie man aus der Radiomeldung ersieht, daß die moslemischen Aserbaidschaner 6 Mig-Kampfflugzeuge für das christlich-orthodoxe Jugoslawien festhalten, das im Streit mit den moslemischen Albanern liegt. Die beiden Supermächte stehen vor der Kollision; Europa wird sich kaum heraushalten können. In Rußland dürfte bald ein Bündnis aus Armee, Kommunisten und Nationalisten die Gruppe um Jelzin ablösen. Der Umsturz zeichnet sich bereits ab. Jelzin soll vier Milliarden Mark IWF-Gelder auf die Seite geschafft haben. So etwas läßt sich ein hungerndes Volk nicht gefallen. Wird Rußland explodieren? Es muß sich auf seine Größe und Bestimmung als christliches Volk besinnen - oder es wird ganz zugrundegehen. Die Menschheit erlebt ihre größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Heute, morgen, in den nächsten Wochen und Monaten. (24.3.1999)

Krieg gegen Serbien. ††† Der russische Bär erwacht. Die Welt steht vor dem Abgrund. (19.3.1999) 0I5072

Kosovo-Krieg: Letzter Aufschub? Amerika fürchtet die Reaktion des russischen Bären. Die Nato möchte schießen, weiß aber nicht wohin. Schließlich will sie nur Serben und keine Albaner treffen. (18.3.1999) 0I5071

Kosovo: Kriegsgefahr wächst von Tag zu Tag (17.3.1999) 0I5070

Russen noch mehr eingeschnürt - keine Pufferzone Polen mehr. Man muß nicht Geopolitik studiert haben, es genügt, wenn man im Geschichtsunterricht aufgepaßt hat: Dann weiß man, daß Rußland immer großen Wert auf die Pufferzone Polen gelegt hat, die es mit Deutschland vereinbart hat. Nun auf einmal existiert sie nicht mehr. Polen ist der Nato beigetreten, dem westatlantischen Verteidigungspakt. Die Amerikaner stehen vor den Toren Rußlands. Eine Provokation, gegen die Moskau oft protestiert hat und die die Gemüter im größten Reich der Erde weiter erhitzt. Sie gesellt sich zu der anderen: der militärischen Einmischung des Westens in Kosovo, der "Wiege des Serbentums", in der sich seit etwa 1600 viele Albaner angesiedelt haben. Wir haben mehrfach gewarnt. Wohl vergebens, denn der Angriff der Nato auf Jugoslawien scheint nicht mehr lange auf sich warten zu lassen. 0I5068

Rührt Kosovo nicht an! Warum Jelzin Schröder und Clinton warnte. (Zeitungsberichte vom 19.2.1999) Weltlage extrem gefährlich wie 1914. Die Nato plant massive Raketen- und Bombenangriffe auf Jugoslawien. Weil sie aber die Reaktion der Russen fürchten und weil auch die Italiener im Kontaktkomitee bremsten, trauten sich die Westmächte bisher nicht, den Beschluß zum Überfall zu fassen. 430 Flugzeuge und ein Dutzend Kriegsschiffe sind in der Region stationiert, darunter die gefürchteten Stealth-Bomber, die vom Radar kaum erfaßt werden können. Bei einem Gegenschlag des Ostens wäre zumindest auch Italien in großer Gefahr. Die Jelzin-Leute haben mit vielen Warnungen an den Westen versucht, den Krieg zu verhindern. Und sie haben die Entsendung von Bodentruppen angeboten. Ihr Kalkül: Wenn russische Soldaten in Serbien und im Kosovo sind, dann würde der Westen keinen Angriff wagen. Sollte es zum Krieg gegen Jugoslawien kommen, dann könnte das Pulverfaß Rußland explodieren. Das größte Land der Erde würde es kaum hinnehmen, daß die im Ersten und Zweiten Weltkrieg mit ihm eng verbündete serbische Nation ausgelöscht oder dezimiert wird. Würden die serbischen Brüder einem Bombenhagel ausgesetzt, wäre Rußland schon nach wenigen Tagen reif für einen Staatsstreich. Der Armee und den Kommunisten sowie Nationalisten würde es dank der Empörung im Volk leicht gelingen, die Macht zu ergreifen. Müßig ist es, wenn Kommentatoren rätseln, ob Jelzin nun berechenbar sei oder nicht. Hinter ihm stehen ganz andere Kräfte - und nicht die schlechtesten -, die davon träumen, ihr darniederliegendes Land aus den Klauen der organisierten Kriminalität und des internationalen Kapitalismus zu retten und wieder zu einer Weltmacht zu machen. Zur Weltmacht Nr. 1? 0I5060

Das Pulverfaß Rußland Die Staatsanwaltschaft von Moskau behauptet, daß die Mafia mehr als die Hälfte der russischen Wirtschaft kontrolliert. Innenminister Sergej Stepaschin: "Die Polizei hat versagt." 50.000 bis 100.000 organisierte Verbrecher in bis zu 10.000 Banden kontrollieren nach Interpol-Schätzungen 550 Banken und 40.000 Firmen. Die Agentur AFP berichtet weiter: "Was es bedeutet, gegen das organisierte Verbrechen aufzubegehren, steht vielen Russen durch das schreckliche Ende der Galina Starowoitowa angstvoll vor Augen. Die Petersburger Abgeordnete, die mutig gegen Filz und Korruption ihre Stimme erhob, wurde im November auf offener Straße erschossen." Die Mörder sind unbekannt. (Zeitungen vom 13.2.1999) In dieser kritischen Zeit beschloß die russische Führung die von den Westeuropäern geforderte Abschaffung der Todesstrafe. Todesurteile werden nicht mehr vollstreckt, sondern in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. 0I5049

Man tötet die Besten
Brief von Tatjana Goritschewa, 16.12.1998: "Ich kam vor vier Wochen nach St. Petersburg und erfuhr, daß am selben Tage meine Freundin Galina Staravojtova umgebracht worden war. Sie war eine mutige Frau, klug, gläubig. In unserem politischen Zoogarten hat sie kompromißlos gegen die Korruption gekämpft.

Man tötet in Rußland die besten Priester (Vater Menj), Journalisten (Listjev), Politiker (General Rochlin). Kein einziges Mal hat man Killer oder Täter gefunden. Die bösen Kräfte sind mächtig; sie wollen zeigen, daß sie überall regieren. Aber es ist nicht so: In Rußland leben wunderbare, furchtlose Menschen, die Helden der Liebe, der Handlung, des Gebetes.
Die Heiligen siegen!

Ihre Spenden sind unter die Ärmsten verteilt. Die Kinderheime bekommen noch Hilfe vom Staat, die einzelnen Menschen haben nichts, die Preise steigen ständig. Die Heizungen arbeiten sehr schlecht. Viele sind erkältet. Vielen Dank für die Medikamente! Die Arzneimittel sind für einfache Menschen unzugänglich - oft sieht man in den Apotheken die weinenden alten Menschen, die einfach sterben müssen. Eine dicke Schneeschicht bedeckt die Petersburger Straßen. Die Stadt ist märchenhaft schön, der Schnee wirkt tröstend, wie der Schutzmantel der Mutter Gottes.Alle Menschen, denen wir geholfen haben, beten für uns. Wie stark dieses Gebet ist, kann man nur verstehen, wenn man in Rußland lebt. Allein der Geist hilft uns zu leben und zu überleben."

Studenten ohnmächtig vor Hunger. Brief von Tatjana Goritschewa, 29.10.1998: "In diesem Winter unterrichte ich Philosophie und Theologie an der Philosophischen Fakultät in St. Petersburg. Natürlich unterrichte ich umsonst. Die besten Professoren haben Rußland verlassen, weil sie schon viele Monate lang keinen Arbeitslohn bekommen. Einige Universitäten und Hochschulen mußte man schließen - es gab Studenten, aber es gab keine Lehrer. Stellen Sie sich vor: Die Philosophiestudenten (innen) sitzen da in einem überfüllten Auditorium, sie sind in Handschuhen, in warmen Mänteln, aber sie hören so aufmerksam zu! Die Studenten kriegen auch kein Stipendium, sie fallen oft in die Hungersohnmacht, aber sie wollen studieren."

  • Spendenkonto Tatjana Goritschewa - Förderung und Unterstützung der Kirche in Rußland
    Diözese Speyer, Aktion - T. Goritschewa - Straßenkinder St. Petersburg,
    Stadtsparkasse Ludwigshafen Konto Nr. 150 1758, BLZ 545 500 10

Viehfutter statt Gehalt für Lehrer. Katastrophale Zustände an russischen Schulen. Die Lehrer im Gebiet Wologda haben zum Teil seit einem halben Jahr kein Gehalt mehr bekommen. Die Lehrerin Tatjana Nikolajewna beginnt zu weinen, als sie von ihrer Schule in Njukseniza erzählt. Für Lehrmaterial ist kein Geld da. Die Kinder kommen hungrig zur Schule, weil die Kolchose schon lange nicht mehr arbeitet und viele Eltern im Wodka Zuflucht suchen. Die Lehrerin Galina Alexandrowna in Scheksna lebt in trostlosen Verhältnissen. Statt Geld hat die Verwaltung den Lehrern Zucker, Mehl, Kleie und Viehfutter angeboten. In entlegenen Orten essen die Menschen das Viehfutter selber. Galina Alexandrowna sagt: "Uns rettet wohl nur das geistige Leben und unser eigener Garten." (Zeitungen vom 16.1.1999 dpa-Korrespondentin Dorothea Hülsmeier).

Rußlands Wunderwaffe steht abschußbereit. Interkontinentalraketen des Typs Topol-M mit einer Reichweite von 10.000 Kilometern (ein Viertel des Erdumfangs) warten in Tatischtschewo nahe Saratow an der Wolga auf ihren Einsatz. Sie sind Rußlands mächtigste Waffe. Damit soll der "Atomschild für das 21. Jahrhundert" gebaut werden, sagte Verteidigungsminister Igor Sergejew. (Zeitungen vom 9.1.1999, Martin Anderson AP, APA) Vergleiche ETIKA-Kommentar (von Index B aus). 0I5046

Lage in Rußland katastrophal. Rußland befinde sich "auf einem ganz schmalen Pfad zwischen Chaos und Kriminalität", sagte Gennadi Sjuganow, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Rußlands, in Bonn. 20 Millionen Menschen in Rußland seien ohne Arbeit, 15 bis 20 Millionen litten Hunger, fast die Hälfte der Bevölkerung lebe in Armut. Der "nicht regierungsfähige" Präsident Boris Jelzin habe dazu beigetragen, daß das Volk "ausgeraubt" worden sei und nur eine kleine Schicht zu Wohlstand gekommen sei. (Zeitungen vom 27.11.1998 APA, AP, dpa) In einer antisemitischen Erklärung hat der kommunistische Parlamentsabgeordnete Viktor Iljuchin Präsident Boris Jelzin und Juden in der Umgebung des Staatschefs "Genozid" am russischen Volk vorgeworfen. Mit dem Begriff "Genozid" (Völkermord) beschreiben die Kommunisten und Nationalisten die erheblich gesunkene Geburtenrate sowie die Verarmung von Teilen der russischen Bevölkerung. (Zeitungen vom 16.12.1998 dpa) 0I5035

Während die Not Russinnen zwingt, ihre Haare zu verkaufen, um für die nächsten Tage zu überleben, steckte bei einem Tennisturnier in Moskau die Siegerin des WTA Kremlin Cup, die Französin Mary Pierce, nach ihrem Sieg über die Amerikanerin Monica Seles 165.000 US-Dollar als Prämie ein. (Pressemeldungen 26.10.1998 epa) Gouverneur Alexander Lebed warnte vor einer Hungersnot in Rußland. (Pressemeldungen 12.11.1998 APA, AFP) 0I5025

Der Internationale Währungsfonds habe in Rußland und Indonesien dazu beigetragen, daß sich die wirtschaftlichen Probleme noch verschlimmert hätten. Dies schrieb der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger in einem Beitrag für "Le Monde". (Pressemeldung 15.10.1998 APA/AFP). Ein anderer Kritiker hat erst kürzlich die Auflösung des IWF gefordert. 0I5018

Die Sowjetunion wurde mit Jahresende 1991 aufgelöst. 1990 hatte KP- und Regierungschef Michail Gorbatschow der Wiedervereinigung Deutschlands zugestimmt. Radikalreformer Borsi Jelzin schlug den Putsch gegen Gorbatschow im August 1991 nieder und wurde neuer Präsident Rußlands.

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